Blog von M. Trepzik (+ KI)
Die sechste Gottlieber Filmnacht bringt Gross und Klein zusammen
Wenn in Gottlieben die Leinwand aufgestellt wird, Popcorn-Duft in der Luft liegt und sich die ersten Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Bierbänken oder mitgebrachten Campingstühlen die besten Plätze suchen, ist wieder Filmnacht. Bereits zum dritten Mal lud Filmvorführer und Organisator Martin Biebel zur Gottlieber Open-Air-Filmnacht ein – und auch diesmal zeigte sich: Das kleine Kino im Dorf erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit.
Den Auftakt machte um 17.30 Uhr das Kinderkino. Ondrejs Garage verwandelte sich einmal mehr in den perfekten Kinosaal für die jüngsten Filmfans. Auf dem Programm stand „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“. Rund 15 Kinder liessen sich Popcorn und Getränke schmecken und verfolgten gespannt das turbulente Geschehen auf der Leinwand. Auch ein leichter Nieselregen konnte der guten Stimmung nichts anhaben – schliesslich ist eine Garage als Kinosaal nicht nur gemütlich, sondern auch erstaunlich wetterfest. Die Besucherzahl bei den Kindern blieb damit erfreulich stabil.
Um 20 Uhr hiess es dann: Vorhang auf für die Erwachsenen. Mit „Little Miss Sunshine“ stand eine wunderbar schräge Familienkomödie auf dem Programm. Die Geschichte rund um eine ziemlich chaotische Familie, die in einem klapprigen VW-Bus zum Schönheitswettbewerb der zehnjährigen Olive aufbricht, sorgte für viele Lacher. Der vielfach ausgezeichnete Independentfilm – unter anderem mit dem Oscar für das beste Drehbuch – erwies sich als ausgezeichnete Wahl für einen unterhaltsamen Sommerabend.
Das Erwachsenen-Kino war gut besucht. Neben zahlreichen Gottlieberinnen und Gottliebern folgten auch einige Gäste von der Reichenau der Einladung. Während auf der Leinwand die kuriose Reise der Familie weiterging, sorgten im Hintergrund frisches Popcorn und später ein klarer Sternenhimmel für die passende Open-Air-Kinoatmosphäre.
Eine besondere kulinarische Überraschung gab es in der Halbzeitpause: Einige haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, von Veiko frisch zubereitete Thurgauer Maultaschen zu probieren. So wurde aus der Filmnacht kurzerhand auch ein kleines kulinarisches Erlebnis – denn offenbar gehört zu einem guten Film nicht nur Popcorn.
Dass ein solcher Anlass nicht von alleine entsteht, zeigt sich spätestens vor und nach dem Film: Zahlreiche Helferinnen und Helfer packten beim Auf- und Abbau mit an. Viele Hände, kurze Wege und ein gemeinsamer Einsatz – auch das gehört zur Gottlieber Filmnacht und macht sie zu einem schönen Beispiel dafür, was eine engagierte Dorfgemeinschaft auf die Beine stellen kann.
Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb Martin Biebel für die Organisation und Filmvorführung sowie allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Die sechste Gottlieber Filmnacht hat einmal mehr bewiesen: Für einen gelungenen Kinoabend braucht es weder ein grosses Kino noch eine grosse Stadt. Manchmal reichen eine Garage, eine Leinwand, ein bisschen Popcorn – und ein Dorf, das gerne zusammenkommt.
Fotos: M. Trepzik





Toll,was Ihr auf die Beine stellt.Das hat man auch am 1.August gesehen!