Blog von M. Baecher
…wieder am Schiffsanleger
Was lange währt, wird endlich gut! Das gilt in diesem Fall ganz besonders. Seit dem Mittwoch, 11. März, hat die Gottlieber Schiffsanlegestelle wieder ihr einzigartiges Ortsschild, das nicht nur die Einheimischen so sehr vermisst hatten. Und es sieht tatsächlich genau so aus, wie vor dem Umbau der Anlegestelle – und wie es versprochen wurde.
Das historische Ortsschild von Gottlieben ist bestimmt auf Abertausenden von Fotos von Ausflügen, Geburtstagsfesten und Hochzeitsfeiern festgehalten. Nicht ohne Grund: Es ist tatsächlich etwas ganz Besonderes – auch vor dem Hintergrund des Seerheins und des Wollmatinger Rieds. Darum war es ein wichtiges Versprechen, dass es auch nach dem Umbau der Anlegestelle wieder genau gleich aussehen würde wie zuvor.
Breiter als das alte Schild
Der Umbau war – wie erinnerlich – notwendig geworden, um die Landestelle behindertengerecht zu gestalten, wie es das Gesetz vorschreibt. Dazu hatte die Gemeindeversammlung Ende 2022 einen Kredit von 522’000 Franken bewilligt. Nach einer längeren Planungs-, Sondierungs- und Bewilligungsphase konnte das Jahrhundert-Projekt dann im Frühling letzten Jahres umgesetzt werden – und stand just zum (wegen des Niedrigwassers verspäteten) Beginn der Schifffahrt wieder zur Verfügung. Einzig das Ortsschild fehlte noch. Weil die neue Anlegestelle breiter ist als die alte, musste es von Grund auf neu gestaltet werden, was in dieser Art gar nicht so einfach war. Schliesslich soll sie ja nicht nur schön aussehen, sondern in den nächsten Jahrzehnten wieder jeder Wetterunbill trotzen.
Gemeinschaftswerk von A bis Z
Die neue Ortstafel ist ein Gemeinschaftswerk einer spezialisierten Metallbaufirma, von Maler René Seydel und von Typograph Christian Zürcher. Die Buchstaben (mit Schatten) sind nämlich nicht etwa gemalt, sondern aufgeklebt. Und auch das Aufstellen war keineswegs trivial, bis alles im Lot war. Aber jetzt ist alles bereit für die neue Schifffahrtssaison, die wie immer am Karfreitag, 3. April, beginnt – wenn der Wasserstand dieses Jahr mitmacht. Auch die digitale Anzeigetafel unter den Arkaden des Hauses «Hecht» ist ja schon länger in Betrieb.
Die alte Ortstafel gibt es übrigens immer noch, wie Gemeindepräsident Bruno Schärer versicherte. Es wird geprüft, ob sie am Dorfeingang zwischen den beiden Fahnenstangen montiert werden könnte. Dann hätte Gottlieben ein weiteres Fotomotiv zu bieten…
Fotos: M. Baecher





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