Blog von M. Baecher

durch Europa

Eine begeisternde musikalische Reise quer durch Europa, von Süden nach Norden und vom Westen bis in den (Nahen) Osten bot das Frauen-Ensemble «Distelfinken» in der Gottlieber Kirche – sinnigerweise am Internationalen Frauentag, dem 8. März. Und das auf musikalisch höchstem Niveau und mit mitreissender Spielfreude.

Ursula Gester, die Präsidentin des Einwohnervereins Gottlieben, hatte das 2007 gegründete Ensemble im vergangenen Juli bei einem Open-Air-Konzert auf dem Lilienberg erlebt – und war so begeistert, dass sie die Band gleich zu einem Konzert nach Gottlieben einlud. Und die vier professionellen Musikerinnen kamen gerne hierher, wie ihre Sprecherin Marie-Line Meyenhofer in der vollbesetzten Kirche einleitend betonte.

In jeder Beziehung abwechslungsreich …

Was dann folgte, begeisterte auch das Gottlieber Publikum von Anfang an. Ausgangspunkt des musikalischen Wirkens der «Distelfinken» war die Sammlung «Mit Musig ungerwägs» des Berner Komponisten Markus «Märku» Hafner, dazu gekommen sind dann aber auch Arrangements des Volksmusikers Marc Hänsenberger von «Music Simili». «Heute pflücken wir am Wegrand alles, was uns gefällt und Freude macht», schreiben die «Distelfinken» auf ihrer Webseite weiter. Und genau das war auch beim Konzert in Gottlieben so spür- wie erlebbar: die unbändige und ansteckende Spielfreude. Damit nahmen sie die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer jeden Alters mit auf eine Reise durch ganz Europa: von Irland und Schottland nach Ungarn, von Serbien und dem Nahen Osten nach Finnland.

Und das in wechselnder Besetzung: mal zu viert, mal zu dritt, mal auch nur zu zweit – aber auch einmal zu fünft, als Lisa, die Tochter von Marie-Line Meyenhofer, mit ihrem (kleineren) Kontrabass mitspielte. Ihre Mutter tauschte zwischendurch die Gitarre mit dem (auf dem Flohmarkt erstandenen) Akkordeon (Marke Galotta), während Lucia Dischinger ihre Violine mal kräftig strich, mal fein zupfte, Ursula Sulzer-Scherrer mit ihrem Kontrabass zuverlässig für das musikalische Fundament sorgte und Marina Massolin auf ihrer Klarinette virtuos in alle Höhen und Tiefen führte. Aber auch singen können die «Distelfinken» – und wie!

… und bereichernd

Das begeisterte Publikum liess sich bereitwillig mitnehmen auf diese musikalische Reise durch die verschiedenen Länder, Kulturen und Stimmungen und spendete mehr als verdient reichlich Beifall – so reichlich, dass sich die «Distelfinken» zu zwei Zugaben klatschen liessen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer belohnten das begeisternde Musizieren bei der Kollekte mit ebenso reichlichen Spenden, sodass rund 1000 Franken zusammenkamen und die Vereinskasse des veranstaltenden Einwohnervereins ungeschoren davonkommt. Und noch etwas dazubekommt, nämlich einmal mehr ein herzliches Dankeschön für diese kulturelle Bereicherung unseres Dorflebens!

Fotos: M. Baecher