Blog von B. Schaerer

mit Bio-Bauer Fritz Lorenz

Der Einwohnerverein von Gottlieben lud am Samstag, 24. Mai, zu einer Führung durch den Betrieb und die Gemüsefelder der Familie Lorenz ein.

Wer sich noch erinnert: Im Juni 2017 war der Einwohnerverein zu Gast bei Volker Sczepek bei der Firma „BioFresh“ AG. Wir holten uns damals Eindrücke vom Gemüseanbau im Treibhaus – in Bioqualität.

Dieses Mal lauschten wir den Ausführungen von Fritz Lorenz. Er produziert sein Gemüse zum grössten Teil unter freiem Himmel und ebenfalls in Bioqualität. Der Betrieb hat sogar seit einigen Jahren auf biodynamischen Anbau umgestellt.

„Wir glauben an die Kraft der Natur und die Bedeutung nachhaltiger Landwirtschaft“, steht weit oben auf der Webseite. Das ist doch schon mal eine Ansage.

Ich persönlich schätze die Erzeugnisse nachhaltiger Produktion gerade im Gemüseanbau sehr und fühle mich dadurch auch ein bisschen privilegiert, hier in der Gegend zu wohnen und direkt vom Hofladen frisch und unkompliziert diese schmackhaften Ergebnisse jahrelanger Bemühungen kaufen und geniessen zu können.

Nun aber zurück zu Fritz Lorenz und unserer Führung durch die Felder. Wir trafen uns an der Ecke Ländlistrasse/Loostampfe  und bewegten uns erst Richtung Triboltingen. Es ist natürlich so wie mit dem Appenzeller Käse: Die erfahrenen Geheimnisse kann ich hier und jetzt nicht weitergeben, dass versteht sich. Vielleicht ein Kleines: Auch im Gemüseanbau arbeitet man mit „FakeNews“. Ich war natürlich schockiert! Falschinformation an die Karottenfliege in Form von Duftstoffen weiterzugeben, die „Rüebli“ zu Zwiebeln zu machen – das ist scheinbar im Bioanbau verbreitet. Aber bitte – erzählt es der Fliege nicht!

Weiter ging es an den Kartoffeln vorbei quer über das gemähte Feld auf den Veloweg. Fritz Lorenz ist ein guter Erzähler, es blieb sehr interessant.

Die Betriebsfläche ist über die Jahre stetig gewachsen und liegt heute etwa bei 30 Hektaren. Etwa 80% vom geernteten Gemüse wird über die Firma Rathgeb weiter vermarktet. Die restlichen 20% werden für den Hofladen gebraucht oder für die Saftproduktion (Biotta) verwendet.

Wir treffen die „Schmetterlingsfrau“ – ein kleiner Unterbruch…

Beim Abzweiger Richtung Betonwerk stehen wir wieder vor einem Feld mit Rüebli. Das Thema sind jetzt die modernen Arbeitsmethoden z. B. die Jät-Roboter. Aber auch gute, treue Arbeitskräfte braucht es weiterhin, um einen solchen Betrieb erfolgreich führen zu können.

Weiter gehen wir nach Tägerwilen zu den Betriebsgebäuden mit dem Hofladen und den wenigen Treibhäusern, die für Tomaten, Auberginen, Gurken und gewisse Gemüse unabdingbar sind.

Die Tomaten sind fein! Es ist gerade mal Mittag, und der Tag ist schon wunderbar – vielen Dank!

Fotos: B. Schaerer, M. Trepzik