Blog von M. Trepzik

Stöbern, Plaudern und Entdecken bei Sonnenuntergang

Es ist schon etwas ganz Besonderes an einem Sommerabend am Seerhein zu stöbern, zu plaudern und dabei vielleicht noch einen kleinen Schatz zu entdecken. Der vom Einwohnerverein Gottlieben initiierte Kunst- und Flohmarkt hat in dieser Form auch bei seiner zweiten Ausgabe gezeigt, wie lebendig und unkompliziert das gesellschaftliche Leben in unserem Dorf sein kann.

Rund 25 Stände des Regionalmarktes konnten bereits am Freitagabend von den Gottlieberinnen und Gottliebern kostenlos genutzt werden. Damit bot sich den Einwohnerinnen und Einwohnern die Gelegenheit, Dingen, die zu Hause nicht mehr gebraucht werden, eine zweite Chance zu geben – oder anderen mit etwas Neuem, Ungenutztem eine Freude zu machen. Ganz nach dem Motto: Was für den einen nur noch herumsteht, ist für den anderen vielleicht genau das, was noch gefehlt hat.

Die meist liebevoll dekorierten Stände sorgten für eine besondere Atmosphäre. Mit zunehmender Dämmerung kamen auch Lichter zum Einsatz, und der Markt tauchte die Promenade in ein stimmungsvolles Bild. Während die Sonne langsam über dem See verschwand, wurde aus dem Flohmarkt fast schon ein kleiner Sommerabendtreff.

Im Mittelpunkt stand für viele wohl ohnehin nicht nur das Kaufen und Verkaufen. Viel wichtiger waren die vielen Gespräche, die sich ganz selbstverständlich zwischen den Ständen ergaben. Nachbarinnen und Nachbarn trafen sich, Familien und Kindergruppen waren unterwegs, Bekannte blieben auf einen Schwatz stehen – und so wurde aus dem Markt ein geselliger Anlass für das ganze Dorf.

Besonders schön war die Vielfalt: Neben gebrauchten Spielzeugen, Kleidungsstücken, Schmuck, Büchern, Antiquitäten und Haushaltswaren fanden sich auch Kunstwerke und selbst hergestellte Produkte. Es wurde gestöbert, gefeilscht, entdeckt und natürlich auch viel erzählt. Und wer zwischendurch eine kleine Stärkung brauchte, konnte sich beim Stand des Einwohnervereins mit einer Waffel verköstigen lassen oder sich bei Veiko mit Maultaschen oder Gemüsesticks stärken.

Der Flohmarkt hat damit einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn sich Menschen aus dem Dorf engagieren: eine einfache Idee, ein schöner Ort und viele Menschen, die mitmachen – mehr braucht es manchmal gar nicht für einen gelungenen Abend.

Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb allen, die den Anlass organisiert, einen Stand betrieben, vorbeigeschaut oder einfach für gute Stimmung gesorgt haben. Die Promenade am See hat sich einmal mehr als wunderbarer Treffpunkt für Gottlieben erwiesen.

Fotos: M. Trepzik